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Die Story ist schon etwas verrückt:
Alles begann damit, dass ich meine ehrliche Haut im Mai 2004 für den bevorstehenden Urlaub etwas vorbräunen wollte.
(Ich empfindliches Kerlchen kriege doch so leicht einen Sonnenbrand, was ja immer eine ganz schöne Sonnenenergie-Verschwendung ist.)
Wie ich da im Garten so sinnlos umher lag, meldete sich mein schlechtes Gewissen:
„Los arbeite, du faule Socke !“
Um diesen fiesen Kerl wenigstens etwas zu beruhigen,
nahm ich Zettel und Stift mit raus und schrieb alle Gags auf, die mir - durch die
Sonnenstrahlen inspiriert – kurioserweise recht zahlreich einfielen.
Nachdem mir mein alter Job so langsam zum Halse raushing ...Ulffffff....,
beschloss ich, es parallel dazu einmal als Comedy-Autor zu probieren.
Manch einer wechselt aller 3 Jahre die Frau – ich wechsle aller 3 Jahre den Job !
Was ist schlimmer, hä ? Na also !
Schon ein paar Jahre vorher schrieb ich 2 Texte für die SAT1-„Wochenshow“ – diese wurden aber leider nicht gesendet.
Vielleicht lag es ja daran, dass ich mangels Selbstvertrauens und einer passenden Briefmarke diese Sketche gar nicht
erst abgeschickt habe.
Das sollte mir diesmal aber nicht passieren.
Weil mir die Sendung „7 Tage – 7 Köpfe“ schon immer gut gefiel, entwarf ich dafür 2 lustige Diskussionsrunden.
Zusammen mit weiteren Texten schickte ich es an die Produktionsfirma. Die Adresse fand ich im Internet.
Zwei Monate später - ich war gerade den ersten Tag im Urlaub - erfuhr ich telefonisch von meinem Sohn,
dass "RTL" angerufen hätte. An den Namen des Mannes konnte er sich allerdings nicht mehr erinnern !!!
Ihr könnt euch vorstellen - meine Urlaubsruhe war erledigt ! In panischen Telefonattacken rollte ich diesen Privatsender
von hinten auf, aber die dortigen Sekretärinnen blieben stur.
Meine letzte Chance war die Mailadresse von Kalle Pohl, die ich glücklicherweise bei meiner Internet-Recherche fand.
Und siehe da – ein paar Stunden später hatte ich Antwort von ihm ! Ich solle erst mal in Ruhe den Urlaub genießen und
danach wird sich der Produktionsleiter der Sendung noch einmal mit mir in Verbindung setzen.
Genauso war’s dann auch. Dieser erklärte mir, dass immer Dienstag-Mittag die Themen der Woche zugemailt werden
und ich bis Mittwoch Abend die mir dazu eingefallenen Gags und Kurzdialoge zurückzusenden habe.
Wir vereinbarten, dass ich direkt für Kalle schreibe.
Der arme kleine Kerl ! Was hat er die erste Zeit für einen Mist von mir lesen müssen.
Aber so nach und nach war dann doch immer mehr Brauchbares dabei.
Mein allererster Gag landete gleich in der Jubiläums-Sendung zum 250jährigen Bestehen, .... äh.. ich meine in der 250. Sendung.
Nach und nach kapierte ich, dass es nicht nur auf den besten Gag ankommt,
sondern dass dieser auch genau zu der jeweiligen Figur passen musste.
Und weil ich gegenüber Kalle nun mal so unendlich dankbar bin, beliefere ich seit November 2004 auch Oliver Welke
mit Gags gegen Kalles Körpergröße.
Als Ausgleich kriegte dann Kalle wieder ein paar Witze über Olli’s „hohe Stirn“.
In bisher insgesamt 36 Sendungen war ich an den Streitgesprächen dieser beiden Linksaußen beteiligt.
Ach so ! Das Thema auf dieser Seite hieß ja „mein Werdegang“. So leicht verplaudert man sich. Kleinen Moment.....,
warte mal hier.... ich will mir nur mal schnell `ne Tasse Kaffee holen...............................
So, da bin ich wieder, hat doch nicht lange gedauert, oder ?
Also noch mal von vorn:
Schon früher war ich ein Klassenkasper, wobei ich jetzt nicht meine Dienst-Jahre
als Lehrer für Mathe/Chemie meine, sondern die Zeit als frühpubertierender Ulfy.
Zu dieser Zeit habe ich 9 Jahre im Karnevalsverein meines Heimatdorfes Elster/Elbe
(bei Lutherstadt Wittenberg) sehr kräftig mitgewirkt,
davon 4 Jahre im Ballett als Tänzer:
2 Jungen, 12 Mädels, ein Umkleideraum - muß ich mehr sagen ???
Und dann kamen meine 5 erfolgreichsten Jahre als Büttenredner, wo ich mit "Zugabe"-Brüllern verwöhnt wurde.
Den Einfluss von Otto Waalkes auf meine Witze und meine Frisur konnte ich damals nicht leugnen.
Während meines Lehrer-Studiums in "Kuh-Köthen" spielte ich 5 Jahre in einer duften Kabarett-Gruppe mit,
welche ich in den letzen beiden Jahren auch leitete.
Das dafür notwendige Wissen holte ich mir in Leipzig bei einem zweijährigen Fernstudium.
Dort an der Volkskunstschule belegte ich die Fachrichtung "Kabarett-Regie".
Der Kontakt mit Darstellern und Leitern der Leipziger-Profikabaretts „academixer“ und „Pfeffermühle“
war für mich schon sehr beeindruckend und lehrreich.
Nach meinem Umzug ins Thüringer Land zu meiner netten Oma mit ihrem noch netteren Häuschen kam die Wende.
Ein hier gerade einstudiertes Solo-Programm war schon wenige Wochen danach thematisch veraltet.
Mein letzter Auftritt war damals bei einer Frauentagsfeier in einem Metallbetrieb.
Die Stimmung war „super“, denn die Angestellten haben erst kurz zuvor ihre Kündigungen erhalten ....
Tja, aber hier bin ich nun wieder - reif und erfahren - mit neuem Elan !!!
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